Der Norden -
Delhi besteht aus zwei
Stadtteilen: Neu-Delhi, Hauptstadt und Regierungssitz, ist eine moderne
Stadt mit breiten, schattigen Alleen, weitläufigen Parkanlagen und
Kolonialbauten des englischen Architekten Lutyens; das alte Delhi dagegen
ist eine jahrhundertealte Stadt mit engen, gewundenen Gassen, Tempeln, Moscheen
und Märkten. Besondere Beachtung verdienen das »Rote Fort«, die
Jama-Masjid-Moschee (größte Indiens) und der hohe Turm der Qutab Minar. Außerdem
sollte man sich die Chandni-Chowk (einst reichste Straße der Welt, in der man
auch heute noch zahlreiche Gold- und Silberschmieden findet), die von Jai Singh
erbaute Sternwarte Jantar Mantar sowie die Gedenkstätte von Mahatma Gandhi am
Ufer des Flusses Yamuna nicht entgehen lassen. Delhi zieht die besten Musiker
und Tänzer des Landes an und bietet dadurch die Gelegenheit, der Musik von
Sitar, Sarod und Tabla zu lauschen, zu der oft Tänze aufgeführt werden. Am
Janpath, einer der Hauptstraßen Delhis, findet man eine Vielfalt an Ständen, die
einheimische Ware anbieten. Wer Zeit hat, sollte dem Hotel Imperial am Janpath
einen Besuch abstatten. Die altmodisch romantische Atmosphäre verleiht ihm einen
ganz besonderen Charme.
UTTAR PRADESH: Östlich von Delhi liegt
der Bundesstaat Uttar Pradesh, durch den der heilige Ganges fließt. An
seinem Ufer liegt Varanasi, das religiöse Zentrum Indiens. Die Stadt
selbst ist ein Labyrinth gewundener Gassen, voller farbenfroh gekleideter
Pilgerscharen und Sadhus (Heilige Männer), die den Göttern Opfergaben darbieten.
Delhi liegt an der Spitze des »Goldenen Dreiecks« - einer Region mit zahlreichen
historischen Stätten und Baudenkmälern. 200 km südöstlich von Delhi liegt
Agra mit dem weltbekannten Taj Mahal. Dieses prunkvolle Mausoleum wurde
1643 von dem Mogul-Herrscher Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal als
Zeichen seiner Liebe errichtet. Er wurde später von seinem Sohn im naheliegenden
imposanten »Roten Fort« eingekerkert. Andere Wahrzeichen sind der Akbar-Palast,
Jahangir Mahal, der achteckige Turm Mussumman Burj und die Perlenmoschee.
Besonders interessant ist Fatehpur Sikri, die 35 km von Agra gelegene
verlassene Stadt des Mogulkaisers Akbar. Sie war nur 12 Jahre Hauptstadt Akbars,
bis sie wegen Wassermangels verlassen wurde.
RAJASTHAN: Am
südwestlichen Punkt des »Goldenen Dreiecks« liegt Jaipur, das Tor zum
Wüstenstaat Rajasthan. Jaipur ist eine Stadt mit breiten Alleen und
zahlreichen Palästen und ist wegen der charakteristischen Farbe ihrer Gebäude
als »Rosa Stadt« bekannt. Dem Palast der Winde Hawa Mahal sollte man auf jeden
Fall einen Besuch abstatten. Hier konnten die Frauen des Hofes das Treiben der
Stadt beobachten, ohne selbst gesehen zu werden. Das königliche Observatorium
Jantar Mantar ist ebenfalls sehenswert. Wer die Pracht der alten Herrscher
Indiens genießen möchte, kann sich im Rambagh Palace umsehen, der heute ein
Hotel beherbergt. Etwas außerhalb liegt der besonders schöne Amber Palace
(Bernstein-Palast). In der Nähe von Ajmer liegt die kleine Stadt Pushkar,
wo alljährlich Anfang November einer der größten Kamelmärkte der Welt abgehalten
wird. Im Anschluß gibt es eine Art Jahrmarkt mit Kamel- und Pferderennen,
Riesenrad und anderen Attraktionen, die Tausende von tribal people (Angehörige
von verschiedenen ethnischen Gruppen) aus der Umgebung anziehen. Im Südwesten
liegt Udaipur, bekannt durch das auf einer Insel im See gebaute Lake
Palace Hotel; im Norden, inmitten der Wüste Rajasthans, liegt Jodhpur,
eine Stadt mit engen, gewundenen Gassen und einer imposanten Festung. Die
Oase Jaisalmer war Halteplatz auf der alten Karawanenstraße nach
Persien.
MADHYA PRADESH: Südlich des »Goldenen
Dreiecks« liegt der Bundesstaat Madhya Pradesh. Die bedeutendsten
Sehenswürdigkeiten finden sich in der Nähe seiner Nordgrenze. Die große Festung
von Gwalior erhebt sich ca. 160 km von Agra entfernt. Im Osten liegt
Khajuraho mit seinen berühmten erotischen
Tempelverzierungen.
HIMACHAL PRADESH: Die Landschaft
reicht von den kahlen Felsen und reißenden Bächen der Täler von Spiti und Lahaul
im Norden bis zu den Obstgärten von Kangra und Chamba. In Manali führt
eine Wanderung am Fluß Bhaga entlang nach Keylong und dann weiter zum
Bara-Shigri-Gletscher oder über den Baralacha-Paß nach Leh (s. u.).
Kulu liegt in einem schmalen Tal zwischen dem Himalaya und dem Fluß Beas
und ist berühmt für seine Tempel und religiösen Feste. Unvergleichlich ist die
Aussicht vom Rohtang-Paß. Von der Stadt Dharamsala im Kangra-Tal dringt
man zum Bharmaur-Tal und über den Indrahar-Paß zu noch höhergelegenen Bergpässen
vor. Chamba liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Flusses Ravi und ist nach
den aromatischen Bäumen benannt, die hier zwischen reichverzierten Tempeln
gedeihen. Gute Trekking-Pfade führen vom nahegelegenen Dalhousie zum
Gletschersee von Khajjiar und zu den Pässen von Sach und Chini. Simla,
ehemals die Sommerhauptstadt der Briten, liegt hoch in den Bergen und lädt
zu Treks ins Kulu-Tal über den Jalori-Paß und weiter zu den Tälern von Kalpur
und Kinnaur ein. Im nahegelegenen Kufri gibt es ein Wintersportzentrum
mit Eisbahn und Skipisten. In Kulu und Manali gibt es preiswerte
Hotels, Blockhäuser, Ferienhäuser und Berghütten. Weniger bekannt sind die Hill
Stations Dalhousie, Dharamsala, Nahan, Paonta Saheb, Keylong, Chamba und
Kangra.
JAMMU und KASCHMIR ist Indiens
nördlichster Bundesstaat. Sicherheitshinweis: Von Reisen in den
Bundesstaat Jammu und Kaschmir, einschließlich der Region Ladakh, wird wegen
bewaffneter Überfälle sowie Entführungen und Ermordung ausländischer Touristen
dringend abgeraten. In Indien gibt es Reiseveranstalter die dennoch einen Besuch
von Jammu und Kaschmir anbieten. Es wird dringend davor gewarnt, sich darauf
einzulassen. Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Indien sind von den
Auswärtigen Ämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz
erhältlich.
Der Westen -
Mumbai (Bombay): Die
größte Metropole Westindiens und Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra
ist Mumbai mit seiner Mischung aus geschäftigem Hafen und moderner
Industrie, unzähligen kleinen und großen Märkten und glasverkleideten
Wolkenkratzern. In den Mumbai-Filmstudios werden mehr Filme produziert als in
Hollywood. Der Mahalaxmi-Course ist einer der besten Pferderennplätze Indiens.
Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist das Gateway to India, hier beginnen
Ausflugsschiffe ihre 10 km lange Fahrt durch den Hafen zur Elephanta-Insel mit
ihren Höhlentempeln aus dem 8. Jahrhundert, deren Wände mit faszinierenden
großen Felszeichnungen geschmückt sind. Bekannteste Strände: Juhu Beach
(überfüllt) mit 5-Sterne-Hotelkomplex. Strände außerhalb Mumbais: Madh, Marve,
Manori mit preiswerten Hotels, Tithal, Ubhrat, Hajira, Diu (Unionsterritorium),
Daman (Unionsterritorium), Chorwad, Dahanu, Dwarka. Preiswerte Hotels und
Ferienhäuser.
Hill Stations Mahabaleshwar, Panchgani,
Panhala, Matheran, Lonavla, Khandala, Erangal,
Saputara.
Südöstlich von Mumbai liegen mehrere schöne
Bergstationen, im besonderen Matheran, Mahabaleshwar und Puna mit seinen
friedlichen Bund Gardens.
Maharashtra: Östlich von Mumbai liegt
Aurangabad, Ausgangspunkt für Abstecher zu zwei der bekanntesten in
Felsen gemeißelten Tempel der Welt. Die buddhistischen Höhlentempel von
Ajanta sind mindestens 2000 Jahre alt. Insgesamt 30 Höhlen dringen tief
in die steilen Wände der Felsschlucht ein und sind mit hervorragend erhaltenen
Zeichnungen des damaligen täglichen Lebens geschmückt. Die Zeichnungen in den
Höhlen von Ellora erzählen religiöse Geschichten der Hindus, Buddhisten
und Dschainas. Der Tempel von Kailasa ist ebenfalls
sehenswert.
GUJARAT: Im Nordwesten liegt der
Bundesstaat Gujarat, bekannt durch feine Seidenstoffe, als Geburtsort
Mahatma Gandhis und als letzter Zufluchtsort der asiatischen Löwen tief im
Gir-Wald. Im Januar 2001 ereignete sich in Gujarat ein schweres Erdbeben, das
rund 20000 Todesopfer forderte; der Wiederaufbau zerstörter Städte und
Siedlungen wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ahmedabad, im Osten des
Bundesstaates, ist die Textilhauptstadt Indiens und produziert die weltbekannten
Seidenstoffe. Ahmedabad ist auch der Sitz des von Gandhi gegründeten
Sabarmati-Ashram, in dem seine Ideologie der Gewaltlosigkeit noch heute lebendig
ist. Gandhis Geburtsort ist das Fischerdorf Porbandar, 320 km weiter
westlich.
GOA: Weiter südlich liegt Goa.
Die 100 km lange, palmengesäumte Küste birgt einige der schönsten Strände des
Subkontinents. Goa war bis 1961 eine portugiesische Kolonie - die charmante
Mischung romanischer und indischer Kultur ist noch heute spürbar. Panaji
ist die Hauptstadt des Bundesstaates und eine der ruhigsten und schönsten
Städte Indiens. Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale. Old Goa ist mit
dem Bus erreichbar und weist eine erstaunliche Vielzahl architektonischer
Stilrichtungen auf. Sehenswerte Gebäude sind die Basilika, das Kloster und die
Kirche des Franz von Assisi. Im nahegelegenen Ponda steht der 400 Jahre
alte Tempel von Shri Mangesh. Der luxuriöse Hotelkomplex in Aguada, das
Taj-Urlaubsdorf und die Aguada-Einsiedelei sind nur eine kleine Auswahl der
vielfältigen Unterkunftsmöglichkeiten in Goa. Goa hat mehrere
Naturschutzgebiete, einschließlich Bondla in den Bergen der Western
Ghats, wo Wildschwein und Sambar in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet
werden können. Der Bundesstaat kann sich einer eindrucksvollen Vielfalt
portugiesischer und indischer Gerichte sowie farbenprächtiger Feste rühmen,
darunter der Karneval Mardi Gras
Der Süden -
Der Süden Indiens ist bisher
am wenigsten von ausländischer Kultur beeinflußt
worden.
Chennai (Madras), Haupstadt des
Bundesstaates Tamil Nadu, ist Indiens viertgrößte Stadt und die Wiege der
historischen Drawiden-Zivilisation, die eine der ältesten Schriften der Welt
entwickelten. Dieses bekannte Zentrum der Tempelbildhauerei ist auch die Heimat
des klassischen Stils der indischen Tänze. Trotz einer Ausdehnung von 130 qkm
gibt es in der Metropole nur wenige mehrstöckige Gebäude, und Chennai hat eher
das Flair einer Marktstadt. Empfehlenswert ist ein Besuch im Fort St. George, wo
die Geschichte von Chennai festgehalten ist; auch der Kapeleeswar-Tempel mit
seinen reichverzierten, imposanten Türmen ist interessant. Strände: Covelong,
Fisherman’s Cove, Urlaubsort direkt am Wasser. Mamallapuram (Chennai): Bungalows
und Tempel direkt am Strand. Kanya Kumari, Tiruchendur, Rameswaram, Karikal
(Unionsterritorium), Pondicherry (Unionsterritorium). Hill Stations: Ootacamund
(Udagamandalam), Kodaikanal. Silvery Lake: Hotels und Ferienhäuser. Yercaud,
Coonoor, Kotagiri.
TAMIL NADU: Im Süden gibt es mehrere
wichtige religiöse Zentren, besonders Kanchipuram mit unzähligen Tempeln
und den eindrucksvollen Gopurams oder Stadttoren, die mit Götterstatuen verziert
sind. Im Landesinneren liegen Madurai mit einem großen, geschäftigen
Tempel und Thanjavur. Tiruchirapalli ist einen Besuch wert; das Wahrzeichen der
Stadt ist eine imposante Festung auf felsiger Anhöhe. Weiter südlich an der
Küste liegen Pondicherry, eine hübsche Stadt in typisch-französischer
Bauart, sowie die Hafenstadt Rameswaram.
KERALA: Im Südwesten
liegt der Bundesstaat Kerala mit seinen zahlreichen Badeorten. Einer der
schönsten ist Kovalam mit feinsandigen Stränden und einem modern
eingerichteten Touristenkomplex mit luxuriösen Bungalows und einem fünfstöckigen
Hotel mit Swimmingpool. Die regionale Hauptstadt Trivandrum mit dem
bekannten Padmanabhaswamy-Tempel liegt nur wenige Kilometer entfernt. Tiefer im
Landesinneren liegt das Periyar-Wildreservat mit seiner vielfältigen Tier-und
Pflanzenwelt. Cranganorre, Alleppey und Kochi sind weitere
Urlaubsorte in Kerala. Hill Stations: Ponmundi, Munnar. Die 36
Lakshadweep-Inseln liegen ca. 400 km von der Küste Keralas entfernt - ein
tropisches Inselparadies mit Korallenriffen und türkisblauen Lagunen im
Arabischen Meer. Die für den Besuch der Inseln erforderliche Sondergenehmigung
ist in Kochi erhältlich, von wo aus dreimal die Woche Flüge zu den Inseln
aufbrechen. Nur zwei der zehn bewohnten Inseln, Bangaram Island, sind für den
Tourismus geöffnet.
KARNATAKA: Nördlich von Kerala liegt
der Bundesstaat Karnataka mit relativ leeren Stränden in Karwar, Mahe
und Udipi. Die Hauptstadt Bangalore, eine reiche Stadt mit
vielen reizvollen Gartenanlagen und Parks, ist Zentrum der elektronischen und
technischen Industrie. Südwestlich liegt Mysore, wo vor allem
Räucherstäbchen hergestellt werden. Einen Besuch des prunkvollen
Maharaja-Palasts sollte man sich nicht entgehen lassen, am Eingang gibt man
seine Schuhe ab und gleitet barfuß über edle Marmor- und Mosaikfußböden. Sonntag
abends wird der Palast bei Musikbegleitung spektakulär angestrahlt. Karnataka
hat eine Anzahl bedeutender religiöser und historischer Stätten, einschließlich
der bizarren Ruinen in Hampi nördlich von Bangalore und der riesigen
Statue von Gott Bahubali in Sravanabelagola, nördlich von Mysore.Strände:
Ullal, Udupi (Hindu-Wallfahrtsort), Mahe, Mangalore. Hill Station:
Mercara.
ANDRA PRADESH: Nordöstlich von
Karnataka liegt der Bundesstaat Andra Pradesh mit der Hauptstadt
Hyderabad. Visakhapatnam, Indiens viertgrößter Hafen, liegt 220 km weiter
östlich.
Strände Mypad, Machilipatnam, Manginipundi,
Bheemunipatnam.
Hill Station Horseley
Hills.
Der
Osten -
Kolkata (Kalkutta) ist die größte
Stadt Indiens, Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen und
Handelszentrum des Ostens. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert als britischer
Handelsposten eingerichtet und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer
pulsierenden Großstadt. Das koloniale Erbe bleibt erhalten in den Gebäuden der
Chowringhee- und der Clive-Street, die heute Jawaharlal Nehru Road und Netaji
Subhash Road heißen. Kalkutta ist ein Zentrum zahlreicher kreativer und
intellektueller Aktivitäten; einige der besten Filmproduzenten des Landes sind
hier zuhause. Das Indische Museum der Stadt ist das beste Asiens. Andere
Sehenswürdigkeiten sind die Viktoria-Gedenkstätte aus weißem Marmor, das
Octherlony-Institut und das Hauptquartier der Rama-Krishna-Bewegung. Auf der
anderen Seite des Flusses liegen der Kali-Tempel von Dakshineshwasar und der
Botanische Garten.
Strand Digha, preiswerte Hotels,
Ferienhäuser.
Hill Stations Kalimpong,
Mirik.
BIHAR und ORISSA: Weiter westlich
liegt der Bundesstaat Bihar mit dem religiösen Zentrum Bodhgaya,
einem heiligen Ort für Hindus und Buddhisten. Hauptstadt des Bundesstaates
ist Patna, das im November, wenn Rindermarkt ist, eher wie eine
Kleinstadt wirkt. Hill Station: Netarhat. Der Staat Orissa hat drei
Tempelstädte. Die bedeutendste ist Bhubaneswar. Hier standen einmal nicht
weniger als 7000 Tempel, leider sind nur 500 davon erhalten geblieben. Der
größte Tempel, Lingaraja, ist dem Hindugott Shiva gewidmet. Nach einer kurzen
Fahrt Richtung Süden kommt man nach Puri, einer der vier heiligsten
Städte Indiens, die wegen ihrer Strände auch als Ferienort geschätzt wird. Im
Juli und August findet in Puri eines der aufsehenerregendsten Festspiele Indiens
statt, das Rath Yatra oder »Wagenfest«: Götterstatuen auf riesigen hölzernen
Triumphwagen werden durch die Straßen gezogen und von Pilgern verehrt. Weiter
nördlich an der Küste liegt Konarak, bekannt für seine abgelegene
»Schwarze Pagode« - ein riesiger, dem Sonnengott gewidmeter Tempel in Form eines
von Pferden gezogenen Triumphwagens. Diese Skulptur ist ebenso bewundernswert
wie die Darstellungen in Khajuraho und zählt zu den besten
Indiens.
DARJEELING: Das weltbekannte
Teeanbaugebiet Darjeeling erstreckt sich über einen Bergabhang, der tief
ins Tal abfällt, und bietet einen herrlichen Blick auf den Kanchenjunga, mit
8586 m dritthöchster Berg der Welt. Hier liegt das Hauptquartier des Himalayan
Mountaineering Institute. Darjeeling ist auch die Heimat des als Sherpa Tenzing
bekannten Mount-Everest-Bergsteigers Tenzing Norgay. Eine der malerischsten
Bahnfahrten der Welt ist die Reise mit der »Spielzeugeisenbahn« von Kalkutta
nach Darjeeling. Der letzte Teil der Reise führt durch Urwald, Teegärten und
Pinienwälder. Eine zweieinhalbstündige Busfahrt führt nach Kalimpong,
einer Marktstadt am Fuße des Himalaya. Besonders ins Auge fallen die fünf Gipfel
des mächtigen Kanchenjunga, es gibt aber auch sanfte Hügel und Täler mit
Nadelwäldern, türkisfarbenen Seen und sanft rauschenden Bächen. Kurze und lange
Treks sind möglich zu den Tiger Hills (herrliche Aussicht) und den Gipfeln von
Phalut, Sandakphu, Singalila und Tanglu.
Sicherheitshinweis: Wegen zunehmender
Gewalttätigkeiten im Nordosten Indiens (Assam, Manipur, Tripura und Nagaland)
wird derzeit von Reisen dorthin dringend abgeraten. Besondere Reisegenehmigungen
werden derzeit für die Bundesstaaten Sikkim, Arunachal Pradesh, Nagaland,
Manipur und Mizoram benötigt.
SIKKIM: Der Bergstaat Sikkim im
Norden ist ein Wunderland mit Farnen und Blumen, Vögeln und Schmetterlingen,
Orchideen und Bambus, Eichen- und Nadelwäldern, umgeben von sanft
dahinrauschenden Flüssen, Terrassenfeldern und üppigem Rhododendron. Tief im
Herzen der Region liegen Sikkims berühmte Klöster, deren weiße Gebetsfahnen sich
vom strahlendblauen Himmel abheben. Die Hauptstadt und Hill Station Gangtok
ist Ausgangspunkt für Abstecher in den geheimnisumwobenen Norden und Osten
der Region, zum heiligen Yaksum, Pemayangtse und zu den Bergen in der Nähe von
Bakkhim und Dzongri.
ASSAM und MEGHALAYA:
Noch weiter östlich liegen die Bundesstaaten Assam und Meghalaya.
Assam hat als Teeanbaugebiet Weltruf und ist außerdem für seine Nationalparks
bekannt, die von der Hauptstadt Guwahati aus erreichbar sind. Im
Manas-Tigerreservat gibt es außer Tigern auch Wasserbüffel, Elefanten und
Goldene Langur-Affen in Grasland, Regenwald und Flußlandschaft; im
Kaziranga-Nationalpark lebt das seltene einhörnige Indische Nashorn.
Shillong ist die Hauptstadt Meghalayas, eine Hill Station und die Heimat
des Khasi-Volkes.
ANDAMAN- und NICOBAR-INSELN: Im Golf
von Bengalen liegen die Andaman- und Nicobar-Inseln, ein üppig bewaldeter
Archipel mit exotischen Pflanzen und einer großen Vielzahl von Korallen und
tropischen Fischen. Port Blair ist die Hauptstadt und von Chennai aus per
Schiff oder Flugzeug erreichbar. Für die Inseln gelten besondere
Einreisebedingungen, manche Gegenden erfordern eine Sondereinreisegenehmigung.
Viele der Inseln sind weiterhin für ausländische Besucher nur begrenzt
zugänglich, um die Eingeborenen, die auf einigen Inseln völlig abgeschieden von
der Zivilisation leben, zu schützen. Für weitere Informationen siehe .
Trekking -
Im weiteren folgt eine
Beschreibung der wichtigsten Trekking-Regionen in Indien. Für praktische
Informationen über Trekking siehe
Sozialprofil/Sport.
Jammu und Kaschmir bieten einige der
bekanntesten Trekking-Routen in Indien. Wegen der vorherrschenden politischen
Spannungen wird von Reisen und Trekkingtouren in dieser Region jedoch dringend
abgeraten. Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Indien sind von den
Auswärtigen Ämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz
erhältlich.
Aravalli-Berge: Die Aravallis sind
Überbleibsel der ältesten Bergkette des Subkontinents und erinnern eher an große
Felsbrocken; sie sind so karg, daß nur Akazien und Dattelpalmen in der Nähe von
Oasen wachsen. Mount Abu ist die größte Hill Station der Region und liegt
auf einer isolierten, von grünen Wäldern umgebenen Hochebene. Von hier aus
können Tagesausflüge zu verschiedenen interessanten Tempeln unternommen werden.
Der Arbuda-Devi-Tempel ist aus Fels gehauen, die Aussicht über die umliegenden
Berge ist ausgezeichnet. Guru Shikhar, Gaumukh und Achalgarh Fort sind ebenfalls
innerhalb eines Tages erreichbar.
Satpura-Range: Diese
Bergkette erstreckt sich entlang des mittleren Indiens, liegt größten Teils in
Madhya Pradesh und stellt die nördliche Grenze des Dekhan dar. Von
Pachmarhi, einer Hill Station, sind Treks zu den Gipfeln Mahadeo und
Dhupgarh möglich.
GARWHAL: Diese Region liegt hoch im
Garhwal-Himalaya und wird oft in den Geschichten und Legenden der indischen
Götter erwähnt. In den üppigen Tälern und hochaufragenden, schneebedeckten
Bergspitzen entspringen der lebensspendende »Ganga« und mehrere andere große
Flüsse. Mussoorie, sehr beliebt bei den Briten der Kolonialzeit, ist ein
ausgezeichneter Ausgangspunkt für Abstecher in die Täler von Gangotri und
Yamounotri. Die Quelle des Ganges in Gaumukh ist ebenfalls von hier aus
erreichbar. Rishikesh liegt nördlich der heiligen Stadt Haridwar,
von hier aus gelangt man zum heiligen Schrein Badrinath. Der Weg dorthin
führt durch das atemberaubende »Tal der Blumen«, besonders sehenswert während
der Blüte im August. Weitere Wanderziele sind der Hemkund-See, das Mandakini-Tal
und Kedarnath, einer der 12 Jyotirlinge des Gottes Shiva. Der faszinierende
Tempel ist besonders sehenswert.
KUMAON: Diese Region reicht vom
Himalaya im Norden bis zu den grünen Gebirgsausläufern von Terai und Bhabar,
besteht aus den drei nordöstlichen Himalaya-Provinzen von Uttar Pradesh.
Almora ist einer der bekanntesten Treffpunkte und eine ideale Basis für
Treks durch Pinien- und Rhododendronwälder mit fantastischem Ausblick auf
schneebedeckte Berge. Der Pindiri-Gletscher und das Someshwar-Tal können von
hier aus erreicht werden. Nainital ist eine von großen Obstgärten
umgebene Hill Station, von hier aus bieten sich kurze Ausflüge in das Bhim-Tal,
Khurpa-Tal und zum Binayak-Wald an. Ranikhet ist der Ausgangspunkt für
Treks zum Kausani.
Die Western Ghatsverlaufen vom Fluß Tapti bis
zur Südspitze des Subkontinents parallel zur Westküste Indiens, ein Großteil
liegt in Karnataka. Weiter südlich in Karnataka liegt Coorg auf einer
grünen Kuppe in bergiger Landschaft. Madikeri ist der Ausgangspunkt
vieler Treks durch dieses Gebiet. Die Upper Palani Hills in Tamil Nadu sind
Ausläufer der Ghats. Zwei kürzere Wanderpfade führen von Kodaikanal zum
Pillar Rock und der Green Valley View. Courtallam, ebenso in Tamil Nadu,
ist von dichter Vegetation und Kaffee- und Gewürzplantagen
umgeben.
Mahabaleshwar: Im Norden der Bergkette der
Western Ghats ist die höchste Hill Station in diesem Gebiet und eine ideale
Basis für Treks nach Lonavla, Khandala, Matheran und zum malerischen
Bhor Ghat mit seinen Wasserfällen, Seen und
Wäldern.
Nilgiris: Die Berge im Westen von Tamil Nadu,
von denen auch ein Teil in Kerala liegt, sind mit ihrer mäßigen Höhe und dem
milden Klima ideal zur Erholung von der Hektik der Städte. Sie sind wegen ihrer
violetten Schattierung als Blue Mountains bekannt und übersät mit Orangengärten,
Teeplantagen, bewaldeten Abhängen und stillen Seen. Von Ootacamund (Ooty
im allgemeinen Sprachgebrauch) aus kann man zu den Wenlock Downs, den
Kalahatti-Fällen und zum Mudumali-Wildreservat trekken. Coonor ist
günstig für Abstecher zum Droggs Peak und Lambs Rock, während Kotagiri,
die älteste der genannten Bergstationen, durch ihre geschützte Position
viele schattige Wanderwege zum Erforschen der erholsamen Nilgiris
bietet.
Tier- und Pflanzenwelt
-
Die geographische Vielfalt des Subkontinents
Indien spiegelt sich auch in der Tierwelt wieder: es gibt über 350
Säugetierarten und 1200 verschiedene Vogelarten. Jede Region hat etwas
Besonderes zu bieten: das Hangul-Rotwild findet man nur in den Tälern von
Kaschmir, das Nashorn an wenigen Stellen des Flusses Brahmaputra im Osten, die
schwarzen Langur-Affen in den Westlichen Ghats, und im Westen ist die Heimat der
letzten asiatischen Löwen. Der Bengalische Tiger und der Indische Elefant
sind trotz drastischer Reduzierung ihrer Bestände noch in den meisten Regionen
zu finden. Über 200 Parks und Wildreservate bieten gute Gelegenheiten, fast
alle Tierarten aus nächster Nähe zu sehen. Im Anschluß eine Aufzählung der
wichtigsten Schutzgebiete. Unterkunft sollte im voraus gebucht werden, entweder
beim Verkehrsamt des jeweiligen Bundesstaates oder bei der Leitung des
Reservats.
NORDINDIEN Dachigam Wildlife
Sanctuary(Kaschmir). Weites Tal, Berghänge. Die einzige Heimat des seltenen
Hangul-Rotwilds; Leoparden, Schwarz- und Braunbären, Reiher. Govind Sagar
Bird Sanctuary (Himachal Pradesh). Vogelschutzgebiet mit Kranichen, Enten,
Gänsen und Krickenten. Corbett National Park (Uttar Pradesh).
Ausläufer des Himalaya in der Nähe von Dhikala; Salwälder und -ebenen; Tiger,
Elefanten, Cheetal (geflecktes Rotwild), Nilgai (indische Antilope) und
verschiedene Vogelarten. Hervorragende Angelgründe im Fluß
Ramganga. Dudhwa National Park (Uttar Pradesh). Nepalesische Grenze;
Tiger, Faultiere und Panther. Naina Devi National Park - Tal der
Blumen (Uttar Pradesh). Dieser »Dachgarten« liegt auf einer Höhe von 3500 m.
Sondergenehmigung erforderlich. Sariska National Park (Rajasthan). Ca.
200 km von Delhi entfernt. Wald und offene Ebenen; Sambar (größtes indisches
Rotwild), Nilgai (indische Antilope), Blackbuck, Panther, Tiger; gut in der
Dunkelheit. Ranthambhore (Sawai Madhopur/Rajasthan). Bewaldete Hügel,
Ebenen und Seen; Simbar, Chinkara (indische Gazelle), Tiger, Faultiere,
Krokodile und Zugvögel. Keoladeo Ghana Bird Sanctuary (Rajasthan).
Indiens schönster Vogelpark, viele einheimische Wasservögel, Zugvögel aus
Sibirien und China, Kraniche, Gänse, Störche, Reiher sowie
Schlangen. Bandhavgarh National Park (Madhya Pradesh). Dieser Park in
den Vindhyan-Bergen hat eine große Anzahl verschiedener Tiere, einschl. Panther,
Sambar und Gaur. Kanha National Park (Madhya Pradesh). Salwald und
Grasland; einzige Heimat der Barasingha (Sumpf-Rotwild); Tiger, Cheetal,
Gaur. Shivpuri National Park (Madhya Pradesh). Offener Wald am See;
Chinkara, Chowsingha (vierhörnige Antilope), Nilgai, Tiger, Leoparden,
Wasservögel.
OSTINDIEN Namdapha National
Park (Arunachal Pradesh). Tiger, Leopard, Gaur. Kaziranga National
Park (Assam). Elefantengras und Sümpfe; Nashörner, Wasserbüffel, Tiger,
Leoparden, Elefanten, Rotwild, viele Vogelarten. Elefantenritte im Park
möglich. Manas Wildlife Sanctuary (Assam). An der Grenze nach Bhutan,
Regenwald, Grasland und Flußbänke; Nashörner, Wasserbüffel, Tiger, Elefanten,
Langur-Affen, Wasservögel. Fischen ist erlaubt. Nameri National Park
(Assam). Tiger und Wasservögel. Fischen erlaubt. Palamau Tiger Reserve
(Bihar). Bewaldete Hügel; Tiger, Leoparden, Elefanten, Sambar, Dschungelkatzen,
Rhesusaffen, gelegentlich Wölfe. Hazaribagh National Park (Bihar).
Hügellandschaft mit Salwald; Sambar, Nilgai, Cheetal, Tiger, Leoparden,
gelegentlich Muntjaks (Rotwild). Sundarbans Tiger Reserve
(Westbengalen). Mangrovenwälder; Tiger, Rotwild, Krokodile, Delphine, zahlreiche
Vogelarten. Mit gemieteten Booten zu erreichen. Jaldapara Wildlife
Sanctuary (Westbengalen). Tropischer Wald und Grasland; Nashörner,
Elefanten, zahlreiche Vogelarten. Simlipal Tiger Reserve (Orissa).
Riesiger Salwald; Tiger, Elefanten, Leoparden, Sambar, Cheetal, Muntjaks und
Chevrotain. Chilika Sanctuary (Puri). Zahlreiche Vogelarten,
Delphine.
SÜDINDIEN Periyar Wildlife
Sanctuary (Kerala). Großer künstlicher See; Elefanten, Gaur, wilde Hunde,
Schwarze Langur-Affen, Otter, Schildkröten, viele Vogelarten einschließlich des
Nashornvogels. Rundfahrten per Boot. Vedanthangal Water Birds
Sanctuary (Tamil Nadu). Einer der größten Brutplätze in Indien. Kormorane,
Reiher, Störche, Pelikane, Lappentaucher und viele andere. Point Calimere
Bird Sanctuary(Tamil Nadu). Vor allem für Flamingos bekannt, aber auch
Reiher, Krickenten, Brachvögel, Regenpfeifer, Blackbuck und
Wildschweine. Pulicat Bird Sanctuary (Andhra Pradesh). Flamingos,
graue Pelikane, Reiher, Seeschwalben. Dandeli National Park
(Karnataka). Bisons, Panther, Tiger und Sambar. Von Goa aus leicht
erreichbar. Jawahar National Park (einschließlich Bandipur und
Nagarhole National Parks/Karnataka und der Wildschutzgebiete von
Mudumalai/Tamil Nadu und Wayanad/Kerala). Riesige Mischwälder;
größte Elefantenherde Indiens, Leoparden, Gaur, Sambar, Muntjaks,
Rieseneichhörnchen. Einheimische Vogelarten.
WESTINDIEN Tadoba National
Park (Maharashtra). Teakwälder und See; Tiger, Leoparden, Nilgai, Gaur.
Besuche auch nach Einbruch der Dunkelheit. Sasan Gir National Park
(Gujarat). Bewaldete Ebenen und See; letzte Heimat des asiatischen Löwen;
Sambar, Chowsingha, Nilgai, Leoparden, Chinkara und
Wildschweine. Nalsarovar Bird Sanctuary (Gujarat). See; Zugvögel;
einheimische Vögel einschließlich Flamingos. Little Rann of Kutch Wildlife
Sanctuary (Gujarat). Wüste; Khur-Herden (Indiens Wildesel), Wölfe,
Karakal. Velavadar National Park (Gujarat). Delta-Grasland; große
Blackbuck-Herden. Krishnagiri Uparan National Park (Maharashtra).
Früher als Bolivri bekannt. Kanheri-Höhlen, Vihar, Tulsi und Powai-Seen,
Wasservögel. Löwen-Safaripark in der Nähe.
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