Die dem Stadtbild nach stark westlich
orientierte Hauptstadt ist dennoch ihrem Wesen nach asiatischen Traditionen
verhaftet geblieben. Bangkok ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche
Zentrum des Landes, die rapiden Veränderungen und der zunehmende Wohlstand haben
jedoch auch Nachteile gebracht. Es gibt zuviel Straßenverkehr und die Stadt
kommt oft zu einem komplett Stillstand. Die besten Hotels überblicken den
Chaophraya-Fluß, an dessen Ufer auch der Große Palast zu finden ist. Das riesige
Gelände beherbergt den Wat Phra Kaeo, eine Tempelanlage mit dem Tempel des
Smaragdbuddha. Diese Buddhafigur besteht aus einer besonders leuchtend-grünen
Jadeart und ist nicht, wie man vermuten könnte, mit Smaragden besetzt. Für den
Besuch des Großen Palastes gelten bestimmte Kleidungsregeln. So müssen Frauen
einen Rock tragen, der die Knie bedeckt, und von Männern werden lange Hosen
erwartet. Andernfalls wird der Eintritt verweigert. Flußaufwärts vom Großen
Palast ist das Königliche Bootshaus. Hier kann man die reichverzierten
königlichen Barkassen bewundern, die für besondere Prozessionen auf dem
Chaophraya verwendet werden. Innerhalb der Stadtgrenzen Bangkoks gibt es über
300 faszinierende Tempel und Schreine. Am bekanntesten sind Wat Benchamabophit
(Marmor-Tempel), Wat Arun (Tempel der Morgendämmerung) und Wat Traimit (Tempel
des Goldenen Buddhas). Eine der größten Tempelanlagen des Landes ist Wat Pho.
Die gesamte Anlage besteht aus über 30 Tempeln, von denen der Tempel des
Liegenden Buddhas der größte ist. Mit einer Länge von über 44 m und einer Höhe
von 15 m hat diese Buddhafigur unglaubliche Ausmaße. Ein Besuch der zahlreichen
farbenfrohen Märkte ist ebenfalls zu empfehlen, besonders erwähnt sei hier der
berühmte Schwimmende Markt. Allerdings ist er in den letzten Jahren mehr und
mehr zur Touristenattraktion geworden. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten
gehören der Lak Muang (»Stadtstein«), der Erawan-Schrein, an dem tägliche
frische Opfergaben dargebracht werden, und das Nationalmuseum. Im Suan
Pakkard-Palast kann man wertvolle Antiquitäten besichtigen. Zu den
Sehenswürdigkeiten zählen auch das zu einem Kunstgewerbemuseum umgebaute Haus
des amerikanischen Seidenhändlers Jim Thompson, der 1967 spurlos in Malaysia
verschwand. Ebenso interessant sind der Bangkoker Zoo und die Schlangenfarm des
Rotkreuzzentrums. Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten können
überraschend groß sein; am besten benutzt man ein
Taxi.
Ausflüge Flußaufwärts liegen die alte
Hauptstadt Ayutthaya und der alte Sommerpalast Bang Pa-In inmitten
herrlicher tropischer Gärten. Beide sind bequem mit einem der zahlreichen
Ausflugsboote auf dem Chaophraya zu erreichen. Östlich von Bangkok liegt die
Ancient City, ein riesiges Privatgrundstück mit Modellen der bedeutendsten
thailändischen Baudenkmäler (zum Teil in Originalgröße) sowie der in der Nähe
der Grenze nach Kambodscha gelegenen eindrucksvollen Tempelruinen des
Kaiserreiches der Khmer.