Istanbul, direkt am Goldenen Horn gelegen, stellt die Brücke von Asien
nach Europa dar. Die bewegte Vergangenheit dieser Stadt, die einst Byzanz, dann
Konstantinopel hieß und Hauptstadt des Römischen, Byzantinischen und
Ottomanischen Reiches war, hat ein umfangreiches Kulturgut hinterlassen.
Unzählige Moscheen, Museen und prächtige Paläste, das farbige Leben am Ufer des
Bosporus und die überdachten Basare geben der Stadt ein einzigartiges
Flair.
Die Stadteile: Istanbul besteht aus
drei unterschiedlichen Teilen. Das alte Istanbul hat zahlreiche Parkanlagen und
Gärten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört der Topkapi-Palast, die Residenz der
ottomanischen Sultane über vier Jahrhunderte. Von hier hat man einen herrlichen
Ausblick auf die Stadt, auf das Goldene Horn, den Bosporus und das Mamara-Meer
mit den Prinzeninseln bis hinüber nach Asien. Topkapi ist nicht nur ein Palast,
sondern ein Komplex von Gärten, Gebäuden, Bibliotheken und natürlich dem Harem,
dem Quartier der Frauen. Wenige Schritte vom Topkapi-Palast befindet sich die
Hagia Sofia, einst eine römische Kathedrale aus dem 6. Jh., im Jahre 1453 in
eine Moschee verwandelt und heute ein Museum. Die Blaue Moschee ist
bemerkenswert für ihre sechs Minarette. Der größte überdachte Basar der Welt,
Kapali Çarsi, ist eine der faszinierendsten Attraktionen Istanbuls. Wer sich im
Trubel langsam gen Norden treiben läßt, landet im Ägyptischen Basar, dem Masir
Çarsisi, dem Gewürzbasar. Nur wenige Schritte davon entfernt liegt die
anmutigste Moschee der Stadt, Rüstem Pasa Camii. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Goldenen Horns liegen Pera und Galata, Sinnbild des
modernen Istanbuls. Es gibt keine bedeutenden historischen Gebäude in diesen
Stadtteilen, dennoch sind beide Viertel einzigartig. Die großen Hotels, die
weitläufigen Plätze und das internationale Nachtleben bilden einen starken
Kontrast zur Altstadt. Sehenswert ist die Prinzenpassage mit ihren vielen
Restaurants. Üsküdar (Scutari) und Kadíköy, beide am dritten Ufer
gelegen, sind die asiatischen Teile Istanbuls. Überfahrten werden von der
Galata-Brücke aus angeboten. Zwei Hängebrücken, die längsten Europas,
überspannen den Bosporus. Von ihnen hat man einen unvergeßlichen Rundblick über
Istanbul.
Die Umgebung: Zahlreiche Urlaubsorte
am Bosporus wie Tarabya und Machka liegen ganz in der Nähe. Besonders sehenswert
sind die alten Befestigungsmauern von Rumeli Hisarti, der Nationalpark am Berg
Olympus von Mysia und die Ruinen von Troja. Boote fahren über den Bosporus zu
den Prinzen-Inseln, die zweifellos einer der attraktivsten Ausflugsorte
in der Umgebung von Istanbul sind. Die Inselgruppe besteht aus neun Inseln, die
größte dieser Inseln ist Büyük Ada, die ca. 25 km von der Galata-Brücke
entfernt liegt.
Thrakien und Marmara
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Die Dardanellen, das Marmara-Meer und der
Bosporus trennen die sanften Hügel und Sonnenblumenfelder des europäischen
Thrakien vom asiatischen Teil der Türkei. In Edirne, der
Provinzhauptstadt, stehen drei der schönsten Moscheen der Türkei, die Eski Cami,
die Uc Serefeli Cami und die bekannte Selimiye. Berge, Wälder und Strände machen
die umliegende Landschaft aus. Das pittoreske Marmara ist ein populäres
Urlaubsgebiet. An der Küste liegen die Urlaubsorte Yalova, Erdek und Gemlik. Der
Berg Uludag, der ehemalige sagenhafte Berg Olympus von Mysia, ist heute das
bedeutendste Wintersportgebiet der Türkei. Am Fuß des Berges liegt die
historische Stadt Bursa, die gleichzeitig ein Kurort ist. Sie zeichnet
sich durch zahlreiche elegante Gebäude aus der ottomanischen Zeit aus, wie das
Grüne Mausoleum und die Große Moschee. In der Stadt Iznik treffen
Besucher auf Ruinen aus verschiedenen Epochen; Römer, Byzantiner, Seldschuken
und Ottomanen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Hier werden die bildschönen
Kacheln hergestellt, die so viele Moscheen und Paläste in der Türkei schmücken.
Die Stadt Izmit, heute leider von Abgasen verpestet, hat antike
Stadtwälle und ein römisches Aquädukt.